„Le Mans“ das ist Mythos, Kult - Stoff für Legendenbildung. Die 24 Stunden von Le Mans versprechen jedes mal mehr als nur ein Rennen zu werden. Die Strecke schreibt seit je her Geschichte, brachte große Rennsportlegenden hervor und ist, seit dem von Steve McQueen produzierten Film, Kult. “Le Mans is life, anything before or after is just waiting”. Getreu dem Motto von Michael Delaney pilgerten auch 2012 wieder über 200.000 Rennsportbegeisterte in die Region um La Sarthe, um an einem neuen Kapitel der Le Mans Saga teilzunehmen. Dieses Jahr - so zeigte sich - unter der Überschrift „Vorsprung durch Technik“.

Seit 1923 findet, auf dem „Circuit des 24 Heures“ das legendärste Langstreckenrennen der Welt statt. Es produziert Jahr für Jahr neue ereignisreiche Geschichten und Schlagzeilen. Der bisher negativste Höhepunkt, und gleichzeitig auch die größte Katastrophe im gesamten Rennsport, war unbestritten 1955, als der Franzose „Pierre Levegh“, mit seinem Mercedes-Benz 300 SLR, sich selbst und weitere 84 Menschen in den Tod riss. Seitdem hat sich im Motorsport viel geändert, jedoch gehören Überschläge, Blackouts und eine riesige Materialschlacht immer noch zu den 24 Stunden wie das Öl in den Motor. Eine magische Anziehungskraft geht von dem Circuit aus und verspricht dem Motorsportfan unvergessliche Erlebnisse. Kein Rennen ist durch seine Vergangenheit und Tradition so geprägt wie Le Mans. Man spürt und erlebt die Geschichte, die der Kurs im vergangenen Jahrhundert geschrieben hat und wird ei einem Besuch selbst Teil dieser Magie. „Stay out of trouble“ so hieß es auch in diesem Jahr. Schade nur, dass sich nicht alle Teilnehmer daran gehalten haben.

2012 feierte die Strecke nun ihr 80-jähriges Jubiläum. Dieses Jahr in den Hauptrollen: Audi, Toyota und Nissan. Für Aufsehen sorgte vor allem das Proto-Bat-Mobil von Nissan. Der „Deltawing“ bestach neben seiner innovativen Technik insbesondere durch die außergewöhnliche Optik, einer Mischung aus Dreirad und Stealthmobil. Nun ist es im Rennsport leider wie im wahren Leben. Meistens entscheiden die inneren Werte über Sieg und Niederlage. Hinzu kam, dass sich die japanischen Automobile sich, in gewohnter Harakiri-Manier, gegenseitig von der Strecke schossen. Toyota stand sich in ihrer prämieren Saison, mit ihren Benzin-Hybriden, somit eher selbst im Weg. Anstatt sich der Empfehlung des Streckensprechers anzuschließen und sich aus dem „trouble“ rauszuhalten bekamen sie eher die Rolle des „Trouble-Makers“ zugesprochen. Denn auch der zweite Toyota verabschiedete sich auf spektakuläre Weise, mit einer Drehung und doppelter Schraube, nachdem er von einem Ferrari touchiert worden war. Die Konkurrenz dezimierte sich somit selbst und Audi blieb, mit ihren erprobten Diesel-Hybrid betrieben „R-18 e-trons“, nichts anderes übrig als den Sieg nach Hause zu fahren.

Was bleibt nun von diesem so glorreichen Rennen hängen? Und was kann dem Zuschauer mit auf den Weg gegeben werden? Die Hybrid-Technologie fasst Fuß im Motorsport und eine neue Zeitrechnung wird eingeleitet. Der Trend hin zur Elektromobilität und zu spritsparenden Zukunftstechnologien ist nun auch im Rennsport angekommen. Für den echten Fan bedeutet dies mehr Fluch als Segen. Denn gerade der unwiderrufliche Klang und Duft der V-8 Motoren bleiben demnach auf der Strecke. Das Rennerlebnis zollt dem Vorsprung durch Technik und dem immer lauteren Ruf nach nachhaltiger Mobilitätskonzepte Tribut. Das Rennen selbst erinnert immer mehr an ein Computerspiel, bei dem durch Leistungsrückgewinnung beim Bremsen zusätzlicher Boost bereitgestellt wird. Nachteil - und vielleicht auch ein Tipp in Richtung Heimat der Konsolenspiele: Durch einfaches Drücken auf die „Select-Taste“, wird man nach einem Crash „nicht“ wieder automatisch auf die Strecke zurück gesetzt.

Pos

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Car

| Audi R18 e-tron quattro
| Audi R18 e-tron quattro
| Audi R18 ultra
| Lola B12/60 Coupe Toyota
| Audi R18 ultra
| HPD ARX 03a Honda
| HPD ARX 03b Honda
| Oreca 03 Nissan
| Oreca 03 Nissan
| Oreca 03 Nissan

Team

Fössler - Lotterer - Tréluyer
Capello - kristensen - McNish
Bananomi - Jarvis - Rockenfeller
Prost - Jani - Heidfeld
Dumas - Duval - Gené
Brabham - Chandhok - Durnbreck
Potolicchio - Dalziel - Kim.-Smith
Beche - Thiriet - Tinaseau
Perez Companc - Ayari - Kaffer
Panciatici - Ragues - Rusinov

Laps

| 378
| 377
| 375
| 367
| 366
| 357
| 354
| 353
| 352
| 351

flowDorian / 24 heures du Mans - first of June 2012 / leMans


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